Das erste gemeinsame Projekt von Cabaan war die multimedial
verknüpfte Ausstellung Deepwater chronicle. Fünf Künstler
setzten sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Unterwasserwelt auseinander.
So entstand eine tiefseetaugliche Klangkulisse, experimentelle
Installationen, schwebende Lyriksäulen, Photographien und Bilder.
Die einzelnen Elemente standen nicht für sich, sie umgarnten
und
umspielten einander - ein fließender Kontext entstand.
Ausstellungsrundgang
nach Eintritt in die abgedunkelte Halle von Deepwater kann der Besucher
drei große Rostbilder - Werke von Jürgen Pfanzelt - bewundern.
Jürgen Pfanzelt tritt als Gastkünstler bei Cabaan auf. Seine
Werke entstanden durch die Bearbeitung von Stahlplatten, die zum Rosten
gebracht wurden.
Die Lichtinstallation von NXS, bei der ein mit Stoff verhüllter
Metallwürfel von Videofragmenten bestrahlt wird, sowie die digital
Artworks von Askal Bosch lenken den Blick des Betrachters im Innenraum
der Ausstellung auf sich.
Askal Bosch komponierte für diese Austellung einen eigenen Soundtrack.
Tiefe, Strömungen und Gezeiten stehen im Vordergrund seiner Motive.
In drei Richtungen kann der Besucher sich vom Innenraum aus wenden.
Ein Weg wird ihn zu den schwarz-weiß Aufnahmen von TAB führen.
Seine Photos runden die Ausstellung nach oben, Richtung Wasserspiegel
ab.
Die Bilder entstanden allesamt direkt am Meer, an der Atlantikküste
Frankreichs und an der Ostsee. Es geht um die Grenze der Unterwasserwelt
zur Zivilisation, um deren Natur und Zeichen menschlicher Einflüsse.
Ein weiterer Durchgang führt zu den Texten von TAB. Sie handeln,
wie die Klanginstallation, von den elementaren Gegenpolen Weite und
Enge, Freiheit und Bindung, Leichtigkeit und Schwermut. Die Texte
bewegen sich an hauchdünnen Nylonfäden. Diese fragilen Lyriksäulen
werden von gewisperten Textfragmenten der Klanginstallation umspielt.
Die vielschichtige Farbwelt von Leon befindet sich gegenüber.
Ihre Acrylbilder beschäftigen sich mit den unterschiedlichen
Regionen der Meere. Harmonisch abgestufte Farbflächen stehen
in Bezug zu erkennbaren Formen und Strukturen. Durch das schichtweise
Auftragen und Entfernen von Farbe entsteht Tiefe.
Über eine Metalltreppe gelangt der Besucher zur Videoinstallation
von Cabaan. Leon entwarf für den 50er Jahre Kino-Vorführraum
ein biederes Wohnzimmerambiente mit Sofa, Nierentisch und Stehlampe.
Den Mittelpunkt dieses Raumes nehmen vier alte Fernsehgeräte
in Anspruch. Im Gegensatz zur antiquitierten Einrichtung wird der
Betrachter dort eine digital animierte Videoinstallation von NXS vorfinden.
Der Videoclip gewährt einen Einblick in das Kunstprojekt www.cabaan.de
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