Wirklichkeit

Das Kunstprojekt Zwischenwelten beschäftigt sich mit der frage nach Wirklichkeit.
Wirklichkeit wird von jedem Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Die über Sinnesorgane empfangene, vom Gehirn interpretierte und ergänzte Wahrnehmung ist sehr beschränkt, genetisch vorgegeben und frühkindlich geprägt.

Um das weitläufige Thema Realität und Wahrnehmung etwas einzugrenzen, beschränke ich mich auf den Bereich Wahrnehmungsstörungen im Alter.


Grundlage

Mit diesem Projekt versuche ich die Wahrnehmung bestimmter Begebenheiten aus dem Blickwinkel mehrerer  Personen zu zeigen. Dazu wurden ausgewählte Situationen mit verschiedenen Medien dargestellt. Zum Einsatz kamen Acrylbilder mit Schattendefinitionen, eine Filmprojektion auf Spiegelfragmenten und eine begehbare Rauminstallation.


Ausstellung

Am Anfang standen Texte von Pflegekräften. Sie wurden gebeten, kurze Begebenheiten aus ihrem Pflegealltag aufzuschreiben. Die Berichte sollten die unterschiedliche Wahrnehmung von Patienten / Bewohnern zu der von Pflegekräften aufzeigen.


Acrylbilder mit Schattendefinitionen

Die Texte der Pflegekräfte wurden in großflächig abstrakte Bilder eingearbeitet (Acrylfarben und Graphitstift auf Leinwand). Jedes Bild besteht aus zwei oder mehreren Einzelteilen. Es stellt einen kurzen Lebensmoment eines Menschen dar – aus seinem eigenen Blickwinkel und dem einer anderen Person.

Den Bildern mit den subjektiven menschlichen Beschreibungen werden in der Ausstellung nüchterne Definitionen der Krankheitsbilder gegenüber gestellt. Die Texte aus einem klinischen Wörterbuch befinden sich auf transparenten Folien. An Nylonfäden befestigt werfen sie Schattenbilder ihrer abstrakten Information auf die dahinter liegende Wand.